Welche Yacht ist die richtige für mich?

Es gibt sportliche Segelyachten und komfortable Charteryachten. Das eine muß das andere nicht unbedingt ausschliessen. Die First - Reihe von Beneteau bietet beides. Gute Segeleigenschaften mit viel Komfort unter Deck. Aber nicht nur Beneteau bietet Cruiser oder Regatta Versionen. Eine weitere Werft nennt ihre sportlichen Segelyachten "Bavaria Match" und "Bavaria Cruiser". Jeanneau bietet seine Cruiser als "Sun Odyssey" und ihre Regattaversionen als "Sun Fast" an.

Das Wichtigste für die Auswahl der Segelyacht ist sicherlich das Rigg. So ist für die unerfahrene Crew eine Rollgenua und ein Rollgroß von Vorteil. Das Auftuchen des Großsegel entfällt und zum Segel bergen oder setzen muss niemand auf das Vorschiff geschickt werden. Reffen kann man stufenlos und die Segelfläche kann dem jeweiligen Wind angepasst werden. Doch beim Rollgroß gilt es einige wichtige Punkte zu beachten. Lesen Sie dazu: Richtige Bedienung von Rollgroß und Rollgenua.

Wir möchten aber auch auf die Nachteile von Rollsegeln hinweisen. Da die Segel kein Profil haben ( dürfen ), um sie rollen zu können, gehen wichtige Segeleigenschaften verloren, die man besonders auf der Kreuz merkt. Mit Rollsegeln kann man weniger Höhe und Geschwindigkeit laufen. Den gravierensten Nachteil sehe ich aber besonders beim reffen des Vorsegel. Durch das Einrollen verliert das Segel sein restliches Profil und was noch viel schlimmer ist, seine Vorliekspannung. Das heisst der "Bauch" wandert zu weit nach vorne und Höhe laufen ist fast nicht mehr möglich. Leider haben die wenigsten Charterschiffe ein zweites kleineres Vorsegel.

Manche Yachtkonstrukteure versuchen dieses Problem schon im vorhinein zu beseitigen. Sie verschieben den Segeldruckpunkt, also den Mast, etwas nach vorne. Somit kann das Vorsegel generell kleiner geschnitten werden und das Großsegel größer. So refft man zuerst das Großsegel und das Vorsegel kann man länger bis zu grösseren Windstärken stehen lassen.

Eine sehr gute Alternative zum Rollgross sind Lazy Jacks. Die Segelyacht hat ein normales gelattetes Großsegel. Auf dem Grossbaum ist eine Tasche angebracht, die von dünnen Leinen, die zum Mast gespannt sind, gehalten wird. Diese Leinen dienen auch als Führung für das Segel. Will man reffen oder das Segel bergen fällt es automatisch in die Tasche und muß nicht aufgetucht werden. So kann man die Vorteile von einem Lattengross und die eines Rollgroß vereinen.